11.07.07 01.08-08.30 Uhr / 080
Massenkarambolage auf der A 8 fordert drei Tote
Bei einer schweren Massenkarambolage mit drei beteiligten Lkws und drei Pkws auf der A 8 im Bereich der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck sind in der Nacht auf Mittwoch drei Menschen tödlich verletzt worden, vier weitere Unfallbeteiligte erlitten leichte bis lebensgefährliche Verletzungen.
Aus bisher ungeklärter Ursache war es gegen ein Uhr auf der Autobahn 8 in Höhe Geiselbullach zu einer Massenkarambolage an einem Stauende gekommen. Drei Lastwägen waren ineinander gerast. Mit in den Unfall wurden drei Pkws verwickelt, in zwei der beteiligten Fahrzeuge wurden insgesamt vier Personen eingeklemmt. Für die Insassen eines Fords aus dem Landkreis Lörrach kam jede Hilfe zu spät, sie wurden durch den Unfall eingeklemmt und so schwer verletzt, dass jede Hilfe zu spät kam. Die alarmierten Feuerwehren aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck (FF Geiselbullach, FF Graßlfing, FF Olching) und Dachau (FF Feldgeding, FF Günding, FF Dachau), die mit insgesamt knapp 100 Einsatzkräften im Einsatz waren, konnten die beiden nur noch Tod aus dem Wrack bergen.
Für einen kroatischen Lastwagenfahrer konnten die insgesamt sechs Notärzte sowie weitere rund 30 Rettungsdienstkräfte aus Dachau, Fürstenfeldbruck und München ebenfalls nichts mehr tun. Dessen Fahrerhaus war durch den Aufprall auf den vorausfahrenden Lastwagen so massiv auf der Fahrerseite deformiert worden, dass auch hier der Feuerwehr nur die traurige Aufgabe blieb, die Leiche aus dem Führerhaus mit schwerem Rettungsgerät zu schneiden. Der Beifahrer erlitt leichte Verletzungen.
Die beiden Insassen eines Opels aus Augsburg wurden ebenfalls in ihrem Unfallfahrzeug eingeklemmt, konnten aber mit mittelschweren bis schweren Verletzungen durch die Feuerwehren befreit werden und wurden nach Versorgung durch den Rettungsdienst mit einem Hubschrauber und einem Rettungswagen in die Kliniken verbracht. Alle weiteren beteiligten Personen wurden leicht verletzt oder erlitten einen Schock.
Aufgrund eines Kindersitzes in einem der Fahrzeuge musste zunächst davon ausgegangen werden, dass auch ein Kind beim Unfall beteiligt war. Eine umfangreiche Suchaktion im Umfeld des Unfalls ergab jedoch glücklicherweise keine Feststellung.
Feuerwehr-Einsatzleiter Tim Pelzl von der FF Geiselbullach lobte die gute Zusammenarbeit aller Rettungskräfte bei diesem physisch und psychisch äußert anspruchsvollen und belastenden Einsatz.
Die Bergungsmaßnahmen sowie die umfangreiche Unfallaufnahme und Räumung der Unfallstelle dauerte bis in die Morgenstunden. Die A 8 in Richtung Stuttgart war zwischen 1 Uhr und 8.30 Uhr komplett gesperrt.

