(v. l.) Angelika Widmann (Stv. Kommandantin); Michael Schrodi, MdB; Tim Pelzl (Kommandant); Andreas Fischer; Markus Schnell (Vorstand); Andreas Magg, BGM; Tobias Jasny (Stv. Vorstand), Gerhard Gley

Die Geiselbullacher Floriansjünger konnten am vergangen Sonntag einen alten Kameraden in ihrem Gerätehaus willkommen heißen. Das erste Geiselbullacher Löschfahrzeug, ein Opel Blitz LF 8 aus dem Jahr 1972, ist ab sofort wieder Teil der Feuerwehrfamilie. Das Fahrzeug wurde damals für 24.000 DM von der Gemeinde Geiselbullach gekauft und sollte bis zur Zusammenlegung der Gemeinden 1978 im Zuge der Gebietsreform ihr einziges bleiben. Zuvor löschte die 1901 gegründete Wehr mithilfe von Tragkraftspritzenanhängern. Das Löschfahrzeug war für damalige Verhältnisse mit verladener Tragkraftspritze und Vorbaupumpe sowie einem Schlauchanhänger ein sehr modernes Fahrzeug. Es diente hauptsächlich der Brandbekämpfung und wurde damals unter anderem bei häufigen Moorbränden eingesetzt. 1974 wurde zusätzlich eine Anhängeleiter gekauft, später folgte ein Pulverlöschanhänger. 1984 wurden auf dem LF die ersten Atemschutzgeräte der Feuerwehr Geiselbullach verlastet, bevor es 1994 nach 20 Jahren treuem Dienst durch ein LF 8/6 mit 600l Wassertank ersetzt wurde.
Von Geiselbullach ging das Löschfahrzeug, eingefädelt über die Partnerfeuerwehr, an den Oldtimerverein Solingen. Nach kurzer Zeit wurde das Fahrzeug allerdings bereits weiter an die Werkfeuerwehr der Paguag, einem Hersteller für Industrieschläuche in Düsseldorf, verkauft. Dort war es dann noch elf Jahr als Gerätewagen Umweltschutz im Einsatz, bevor es nach der Schließung der Werkfeuerwehr im Jahr 2005 über mehrere Umwege wieder den Geiselbullachern angeboten wurde.
Dort war man erst sehr überrascht über das Angebot, aber auch froh wie Markus Schnell, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, berichtet: „Die Begeisterung ist sowohl in der Mannschaft als auch in der Altersabteilung spürbar. Viele aktive und ehemalige Mitglieder haben für den Kauf des Blitz gespendet. Auch hat sich direkt eine Gruppe gefunden, die in Zukunft das Fahrzeug pflegen und weiter erhalten wird. “ Das LF 8 ist in einem erstaunlich gutem und fast originalem Zustand – so soll es auch bleiben. „Wir werden keinen Bierwagen daraus bauen.“, Schnell weiter, „In Zukunft wird es zwar keine Einsätze mehr fahren, dafür wird es uns in seinem wohlverdienten Ruhestand bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen oder auf Oldtimertreffen präsentiert werden.“ Wer den Feuerwehrverein Geiselbullach beim Unterhalt und der Pflege des Oldtimers unterstützen möchte, kann dies durch eine Mitgliedschaft oder eine einmalige Spende tun. Weitere Informationen gibt Markus Schnell unter verein@feuerwehr-geiselbullach.de.

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